.

SCHWABACH – Das vierte Neujahrskonzert seines Akkordeon-Ensembles ist für ihn eine Art Triumph-Abend geworden. Roland Gössnitzer ist am Samstag mit dem Ehrenzeichen des Bayrischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt ausgezeichnet worden.

Oberbürgermeister Matthias Thürauf (CSU) heftete ihm vor gut 150 Gästen allerdings nicht nur die die große Ehrennadel aus München ans Revers. Roland Gössnitzer ist der erste Schwabacher, der die Goldene Ehrenamtskarte erhalten hat. Zu den Gratulanten in der Aula der Karl-Dehm-Schule gehörten Stadtratsmitglied Marianne Lachmann (CSU) und Landtagsabgeordneter Karl Freller (CSU), der Gössnitzer für die Auszeichnung vorgeschlagen hatte.

"Seine Lebensleistung steckt in diesem Orchester", fasste Matthias Thürauf den Hauptgrund für die Ehrung zusammen und nannte Roland Gössnitzer angesichts seiner ehrenamtlichen Leistungen "ein großes Vorbild". Der 54-jährige Pädagoge gründete das Akkordeon-Sextett 1981 und ist nun seit fast 33 Jahren Chef der Gruppe, die sich durch musikalische Vielfalt in hochklassigem Akkordeon-Sound auszeichnet. Über 300 Konzerte im In- und Ausland, Fernsehauftritte sowie mehrere CD sind das Ergebnis dieser Jahrzehnte langen Kulturarbeit. "Wir sind sehr stolz auf das Ensemble, denn es ist ein nationaler und internationaler Botschafter Schwabachs", würdigte Thürauf die Gruppe. Zweiter Wirkungskreis Gössnitzers war eine humanitäre Hilfeorganisation. Bei den Maltesern Schwabachs bekleidete er über zwei Jahrzehnte hinweg verschiedene Ämter bis hin zum Leiter der Schwabacher Dienststelle. Dabei unterstützte er den Ausbau der Sanitätsbetreuungen sowie die Ausbildung der ehrenamtlichen Helfer und trieb den Aufbau sozialer Netzwerke sowie einer Schnelleinsatzgruppe voran. Gössnitzer hat sich ferner als VHS-Dozent, Autor von Mathematik-Lehrbüchern und Musik-Lehrer einen Namen gemacht.

Bericht und Foto: Robert Schmitt


Bild von der Verleihung

Bild von links: Matthias Thürauf und Roland Gössnitzer